Wissenswertes zur Kartoffel
von Astrid Schmitt-Dossou Die Kartoffel (Solanum tuberosum) gehört zu den beliebtesten Grundnahrungsmitteln. Sie gilt als gesundes Nahrungsmittel mit hochwertigem Eiweiß, sattmachenden Kohlenhydraten und wertvollen Mineralien und Vitaminen. Die Anbaugebiete umfassen gemäßigte Breitengrade bis hin zu subtropischen Gebieten. In Deutschland können bereits im Juli und August Frühkartoffeln und im September und Oktober Spätkartoffeln geerntet werden.
Die wärmeliebenden Kartoffeln sind wenig anspruchsvoll in ihren Wachstumsbedingungen. Sie werden gerne als Hackfrucht bei Neuanlagen von Beeten angebaut, sind jedoch frostempfindlich.
Im Wirtschaftsjahr 2025 wurden in Deutschland rund 13,9 Millionen Tonnen Kartoffeln geerntet mit einem Plus von 9,2 % zum Vorjahr.
Interessant ist ein Blick auf den Verbrauch: der Begriff umfasst den Verzehr als auch Verarbeitungsverluste und Reste. Im historischen Vergleich zu 1950 lag der Verbrauch mehr als dreimal so hoch bei rund 202 kg. Über die Jahre ist er stark gesunken, erlebt jedoch aktuell eine etwas stärkere Nachfrage. 2023/24 stieg der Verbrauch wieder über 60 kg pro Person (63,5 kg). Die rückläufige Tendenz wird unter anderem auf den wachsenden Wohlstand, Veränderungen der Lebensstile und Alternativen, wie Nudeln oder Reis, zurückgeführt.
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