Benutzerspezifische Werkzeuge
Sie sind hier: Startseite Aktuelles AKE Tipp im September: Staudensellerie
Artikelaktionen

AKE Tipp im September: Staudensellerie

Der Stauden- oder Stangensellerie, manchmal auch Bleichsellerie genannt, gehört wie Möhre oder Pastinake zur Familie der Doldenblütler. Sein naher Verwandter ist der Knollensellerie, der eine dicke Wurzelknolle ausbildet. Daneben gibt es noch Schnittsellerie, von dem die würzigen Blätter geerntet werden. Man verwendet Schnittsellerie vor allem für Suppengrün zum Würzen. Der Name Bleichsellerie bezieht sich auf helle Stangen, deren Chlorophyllbildung durch verschiedene Maßnahmen (enger Anbau, Anhäufeln) vermindert wird. Heute findet man Staudensellerie vor allem ungebleicht im Angebot.

Die Herkunft des Selleries ist der Mittelmeerraum, oft an den Küsten. Daher toleriert er auch leicht salzhaltigen Boden. Er kommt noch immer in diesem Gebiet bis in den asiatischen Raum wild vor. Bereits im Alten Ägypten sowie im antiken Griechenland diente er als Heilpflanze. Seine Nutzung als Gemüsepflanze entstand erst im 17. Jahrhundert. In Europa bauen vor allem die südeuropäischen Ländern Staudensellerie an. Auch in den USA ist er verbreitet. In Mitteleuropa dominierte lange der Knollensellerie, aber mehr und mehr gewinnt der Staudensellerie an Beliebtheit.

Vom Stangensellerie isst man den fleischigen Blattstiel und die Blätter. Beides zählt zum mittleren Teil der Pflanze und hat nach der Dreigliederung eine Beziehung zum Rhythmischen System des Menschen mit Herz und Lunge.

 

Wachstum und Anbau

Sellerie ist ein Starkzehrer und verlangt daher gute Böden und reichlich Wasser. Im Gegensatz zum Knollensellerie bildet er nur eine kleine Knolle aus. Dafür geht seine Kraft in die fleischigen Blattstiele, die bei einer Pflanze bis zu einem Kilogramm wiegen können. Eine Bio-Sorte ist Tall Utah. Gepflanzt wird ab Mai. Heimische Freilandware ist von Juni bis Oktober erhältlich. Die Pflanzen muss man vor den ersten Nachtfrösten ernten. Importware gibt es das ganze Jahr über. Die dunkelgrünen Blätter werden mitgegessen. Wie alle Doldenblütler ist der Stängel nicht ganz aufgefüllt, sondern weist luftgefüllte Bereiche auf, die die Beziehung dieser Pflanzenfamilie zu Luft und Licht zeigen. Sie sind ein Anzeichen, dass Staudensellerie gut verdaulich ist.

 

Inhaltsstoffe und gesundheitliche Wirkung

Staudensellerie hat einen würzigen, salzartigen Geschmack. Das typische Selleriearoma ist leicht ausgeprägt. Sellerie punktet mit Mineralstoffen wie Kalium, Natrium, Magnesium und Calcium. An Vitaminen ist E und ß-Carotin zu nennen. Sein hoher Wassergehalt macht ihn knackig und frisch. Besonders zu erwähnen sind die ätherischen Öle, über die viele Doldenblütler in ihren Pflanzenorganen verfügen. Es handelt sich vor allem um Apiol, welches leicht antibakteriell und magenberuhigend wirkt. Schon im Altertum sah man im Sellerie ein Liebe anregendes Mittel (Aphrodisiakum). Einige Bitterstoffe unterstützen die Verdauung. Ferner gilt Sellerie als leicht harntreibend, weshalb man ihn in der Naturheilkunde zur Entwässerung und z.B. gegen Rheuma empfahl. Gegen Staudensellerie wie überhaupt alle Selleriearten kann es zu allergischen Reaktionen kommen. Dann muss man dieses Gemüse meiden.

 

Lagerung und Zubereitung

Angebotene Pflanzen sollten in der Konsistenz fest sein, die Blätter nicht welk und ohne Flecken. Er hält sich bis zu zwei Wochen im Kühlschrank. Für die Zubereitung entfernt man die Wurzelscheibe und wäscht die einzelnen Stängel. Bei sehr festen Stängeln kann man die Fäden abziehen. Die Blätter sollte man auf jeden Fall mitverwenden, sie geben den Gerichten eine gute Würze. Man kann sie wie Petersilie hacken. Staudensellerie kann man roh essen oder die Stangen zum Dippen verwenden. Auch gegart oder gebraten schmeckt er in Suppen, Saucen, Gemüse, Aufläufen oder auf Pizza. Als Gemüsebeilage kann man mit verschiedene Gemüse wie Möhren, Blumenkohl, Pastinaken, Porree und anderen Kohlarten mischen.

 

 


Powered by Plone CMS, the Open Source Content Management System

Diese Website erfüllt die folgenden Standards: