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Gemüsepaprika - Unser Tipp im August

Gemüsepaprikaschoten gehören zur Gattung Capsicum aus der Familie der Nachtschattengewächse. Eigentlich sind es botanisch Beerenfrüchte, aber Schoten hat sich eingebürgert. Enge Verwandte sind Peperoni und Chilischote, die sich vor allem in der Schärfe von der Paprika unterscheiden. Die Gemüsepaprika stammt aus Südamerika, wo sie mit den Spaniern in der Neuzeit nach Europa gelangte und sich schon bald in der ganzen Welt verbreitete. Hauptanbauländer sind heute China, Mexiko und Indonesien. Aus Europa stammen die meisten aus Spanien und den Niederlanden. In Deutschland sind frische Paprika von April bis Oktober erhältlich. Sie machen aber nur 4 % des gesamten Verbrauchs aus. Der Paprikaverzehr beträgt etwas mehr als 4 kg im Jahr und liegt auf dem fünften Platz der beliebten Gemüsesorten.

Gemüsepaprika - Unser Tipp im August

Paprika gelb und rot

Paprikavarianten

Die Paprika zählt zu den Gemüsefrüchten. Erst im 19. Jd. züchtete man sie aus den scharfen Sorten als milde Variante. Man unterscheidet die verbreitete Blockpaprika, die es in den Farben grün, gelb, orange, rot und lila gibt. Es ist die häufigste Form. Eine jüngere Züchtung ist die Spitzpaprika, die etwas aromatischer und schärfer ist als die Blockpaprika. Bekannt ist auch die milde Tomatenpaprika, die eine Tomatengröße hat und oft zerkleinert mit Essig eingelegt wird. Relativ neu ist die Snackpaprika, die klein und handlich ist und zum Rohverzehr einlädt. Dann gibt es noch den länglich, spitzen Peperonityp, der etwas scharf ist.  Die Farben- und Formenvielfalt zeigt die Vitalität und Variationsfähigkeit der Nachtschattengewächse. Nach der Dreigliederung von Pflanze und Mensch gibt es daher eine Beziehung zum Stoffwechsel-Gliedmaßen-System mit seinen inneren Organen und der Muskulatur.

Anbau

Gemüsepaprika baut man in der gemäßigten und tropischen Zone an. In Mitteleuropa ist auch die Folien- und Gewächshauskultur häufig. Paprika lassen sich auch im eigenen Garten oder Kübel anbauen. Dabei sollte man beim Wachstum die sogenannte Königsblüte entfernen (obere Blüte) und zu weiterer Blüten- und Fruchtbildung anzuregen. Wenn die Pflanzen sehr voll mit Früchten hängen, erntet man zuerst Grünfrüchte, damit der Rest ausreifen kann. Bekannte Biosorten sind für Blockpaprika Lady Lou, Yolo Wander, für Spitzpaprika Sweet Dreams, Pantos und für Snackpaprika Fritz und Flynn. Wir empfehlen auf jeden Fall Demeter oder Bio-Qualität, da gerade Paprika im konventionellen Anbau oft mit Pestiziden belastet sind.

In den Wintermonaten sollte man aus Nachhaltigkeitsgründen keine Paprika kaufen. Der Anbau ist aufwändig und stammt oft aus beheizten Gewächshäusern oder aus fernen Gegenden.

Inhaltsstoffe und gesundheitliche Bedeutung

Paprikagemüse enthält viel Vitamin C, Carotinoide, Vitamin E und die Mineralstoffe Kalium, Zink und Magnesium und wertvolle Ballaststoffe. Grüne und gelbe Sorten auch die Farbstoffe Curcumin sowie dunkle Sorten Anthocyane. Die leichte Schärfe entsteht durch das Alkaloid Capsicin, das nur in geringer Menge in Gemüsepaprika vorkommt, in größeren in Peperoni und Chilischoten. Dieser Scharfstoff befindet sich vor allem in den Samen, die man nicht mitisst. Reife Paprikasorten enthalten 3-5 % Zucker.

Einkauf und Lagerung

Die Früchte sollen fest und knackig sein. Paprika reifen nicht nach, grüne Schoten bleiben also grün. Paprika lagert man am besten bei 10°C, also nicht zu kühl und warm. Sie sind oft sehr empfindlich und verderben leicht, daher innerhalb von 2 Wochen verzehren.

Zubereitung und Verwendung

Zuerst entfernt man den Deckel mit dem Fruchtstiel und entfernt diesen. Für gefüllte Paprika, schneidet man ihn nur heraus, damit er erhalten bleibt. Dann werden die Samen und weißen Trennwände entfernt. Je nach Gericht lässt man die Paprika ganz zum Füllen oder schneidet sie in Würfel oder Streifen für Salate und gegarte Gemüse. Empfindliche Menschen können die Schale entfernen, da sie schwer im Magen liegen und häufiges Aufstoßen auslösen kann. Dafür schält man sie mit einem Sparschäler oder übergießt sie mit kochendem Wasser, schreckt sie anschließend mit kaltem Wasser ab und entfernt die Haut.

Man isst sie als Rohkost, z.B. im Salat. Man kann sie anbraten, im Ofen backen oder grillen. Sie eignen sich für Gemüsemischungen, als Belag für Pizza und Gemüsekuchen, in Eintöpfen oder Pfannengerichten. Beliebt ist sie auch gefüllt mit Hackfleisch oder vegetarisch z.B. mit Bulgur und Linsen. Sie eignen sich ebenfalls für vegetarische Brotaufstriche, im Ofen gebacken und püriert mit Quark oder Frischkäse oder vegan mit Nussmus. Zum Konservieren kann man sie in Öl oder Essig einlegen oder milchsauer fermentieren. Ayvar ist eine Paprikapaste, die mit Öl, Knoblauch und Gewürzen hergestellt wird.

 

 


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