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Unser Tipp im November: Asia Salat

Asia-Salate bestechen nicht nur mit ihren exotischen Namen wie Green in Snow, Mizuna, Moutarde Rouge Metis oder Red Giant und Wasabino. Sie zeichnen sich zudem durch ihre optische und geschmackliche Vielfalt von mild wie Brokkoli oder Kohlrabi bis scharf mit Meerrettich- oder Senfaromen aus. Besonders toll ist, dass diese Salatsorten aus dem fernen Osten auch hier bei uns einfach, schnell und teilweise sogar ganzjährig im eigenen Garten oder Balkonkasten zu kultivieren sind.

Herkunft und Pflanzenfamilie

Asia-Salate stammen ursprünglich aus China und Japan. Unter den Begriff fallen verschiedene Blatt- und Senfkohlsorten aus der Familie der Kreuzblütler, somit sind die Asia-Salate beispielsweise mit Radieschen und Rucola verwandt. Damit unterscheiden sie sich von den herkömmlichen Salaten, die hauptsächlich der Pflanzenfamilie der Korbblütler angehören (z. B. Eisbergsalat oder Eichblattsalat).

Beispiele für Asia-Salate:

Mizuna: grün, stark gefiederte hellgrüne Blätter, milder Kohlgeschmack, sehr kältetolerant, Blattsenfart.

Green in Snow: grüne gezähnte Blätter, scharfer und senfartiger Geschmack, frosthart, Blattsenfart.

Red Giant: große ovale, leicht gezackte Blätter mit roten Blattadern, scharfer Senfgeschmack, kältetolerant. Blattsenfart.

Mibuna: Schmale Blätter mit leichtem Senfaroma

Tatsoi: Dunkelgrüne Blätter, mit Pak Choi verwandt, wird auch Rosetten-Pak Choi genannt.

Anbau

Asia-Salate lassen sich das ganze Jahr über mühelos kultivieren und passen selbst in kleinste Balkonkästen. Im Garten eignet sich die Zeit von März bis September am besten für die Aussaat. Sie sind sehr kältetolerant und vertragen Temperaturen knapp unter dem Nullpunkt. Diese Robustheit ist ein großer Vorteil gegenüber anderen Salaten.

Ernte

Bereits nach 2-3 Wochen im Sommer bei wärmeren Temperaturen und ca. 8-9 Wochen im Winter kann Asia-Salat als Baby-Leaf geerntet werden. Die Salate können mehrere Male geerntet werden, indem die äußeren großen Blätter zuerst abgeschnitten werden und den kleinen Inneren noch Zeit zu wachsen gegeben wird. Es handelt sich um Langtagpflanzen, was für Zeitpunkte der Aussaat und Ernte berücksichtigt werden sollte. Deshalb die Salate in den heißen Sommermonaten mit vielen Sonnenstunden zügig abernten, da sie dann schnell in Blüte gehen.

Senföle und ihre protektiven Wirkungen

Viele der Asia-Salat-Sorten enthalten Senföle und damit einhergehend nicht nur einen scharfen Geschmack, sondern auch wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe (Senfölglycoside).

Den Senfölen und ihren Abbauprodukten werden u. a. antioxidative und entzündungshemmende Wirkungen zugeschrieben. Außerdem haben sie positive Effekte auf die Verdauung und einige Stoffwechsel- sowie Herzkreislauferkrankungen. Besonders die Sorten mit rotgefärbten Blättern enthalten viele sekundäre Pflanzenstoffe und Vitamine.

Verwendung

Die frischen Blätter können als Ergänzung für jeden Salat sowie als Topping für viele Gerichte verwendet werden, zu denen eine aromatische Mischung aus Senf, Meerrettich und einer milden Kohlnote passt. Sie schmecken aber auch gekocht in Suppen oder angebraten im Wok. Für den rohen Verzehr sind besonders Jungpflanzen geeignet, während sich die ausgewachsenen Pflanzen besser zum Kochen eignen. Es gilt: je jünger die Pflanze, desto milder im Geschmack. Wer es also nicht so scharf mag, sollte die Baby-Leaf-Variante bevorzugen.

 

https://blog.bingenheimersaatgut.de/asia-salate-bunte-vielfalt-fuer-das-ganze-jahr

https://www.wurzelwerk.net/gemuesegarten/gemueseportraits/asia-salat/ernte-39153

 Bildrechte: AKE, Bad Vilbel 2026

 

 

 


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