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AKE Tipp für Januar: Postelein – Winterportulak

Postelein (Claytonia perfoliata), auch Tellerkraut, Winterportulak oder Kuba-Spinat genannt ist ein echter Wintersalat. Er gehört zur Familie der Quellkrautgewächse, ist nicht mit dem echten Portulak verwandt. Postelein stammt ursprünglich aus Nordamerika. Er war bei der indigenen Bevölkerung bekannt, was sein englischer Name "indian lettuce" verdeutlicht. Von der indigenen Bevölkerung lernten die Siedler diesen vitaminreichen, frostharten Salat kennen und brachten ihn über Mittelamerika nach Europa. Heute ist Postelein als Neophyt auch in Asien und Australien verbreitet. Aber aufgrund seines Wachstums im Herbst und Winter verdrängt er keine anderen Salatarten.

AKE Tipp für Januar: Postelein – Winterportulak

Postelein - Winterportulak

Anbau

Noch wird Postelein nur selten und vor allem von Bio-Bauern angebaut. Er keimt erst, wenn die Temperatur unter 12 Grad C liegt nach 2-3 Wochen und verträgt Frost. So baut man ihn sowohl im Freiland ab Ende September bis in den März hinein an, als auch im Gewächshaus. Nach 6-8 Wochen kann man ihn ernten. Dazu schneidet man die tellerförmigen Blätter zusammen mit dem zarten Stängel ab, beides wird verzehrt. Da er nachwächst, kann man ihn mehrfach ernten. Er eignet sich auch für den Anbau im Garten oder sogar auf dem Balkon. Wenn er zu blühen anfängt, sollte er nicht mehr verzehrt werden.

 

Inhaltsstoffe und Geschmack

Postelein ist reich an Vitamin C sowie den Mineralstoffen Eisen, Calcium und Magnesium. Allerdings enthält er auch Oxalsäure, weshalb man nicht zu viel rohen Postelein in einer Portion essen sollte. Günstig ist daher sein Calciumgehalt, da dieser Mineralstoff einen Teil der Oxalsäure bindet. Sein Nitratgehalt gilt als niedrig. Sein Geschmack ist etwas säuerlich und leicht salzig.

Von der Dreigliederung der Pflanze gehört er zum Blattbereich. Dieses hat einen Bezug zum Rhythmischen System des Menschen mit der Atmung.

 

Verwendung

Da die zarten Blätter empfindlich sind, sollte man Postelein nicht lange aufbewahren. Im Kühlschrank geht dies wenige Tage. Hauptsächlich isst man Postelein als Salat, gern in Kombination mit Feldsalat oder geraspelter Möhre. Die langen Blätterstiele schneidet man dazu klein. Aber auch leicht gehackt eignet er sich als Brotbelag zusammen mit Quark oder Frischkäse

Gedünsteter Postelein bereichert die Gemüsebeilage. Hierfür ist er ähnlich wie Spinat nur ganz kurz zu dämpfen.

 

siehe Rezept: Postelein-Chicoréesalat

Foto: AKE

 

 


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