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Obst als Lebensmittel - aus RB 2-17

Die Sommerzeit ist die Reifezeit vieler Früchte. Erdbeeren, Himbeeren, Pfirsiche erfreuen mit ihrer Frische und ihrem Aroma. Später kommen dann Äpfel, Birnen und Pflaumen. Frisches Obst ist bei vielen Menschen sehr beliebt. Heute erhalten wir das ehemals sehr saisonal beschränkte Angebot durch weltweiten Handel fast das ganze Jahr über. Aber eine sonnengereifte Erdbeere im Juni schmeckt um vieles besser als eine im Januar, die von weither eingeflogen wurde. Licht und Wärme werden von den Pflanzen in Aroma und Süße umgewandelt.

Was ist Obst?

Unter Obst versteht man die Früchte mehrjähriger Pflanzen. Äpfel vom Baum sind Obst wie auch Erdbeeren, die an Stauden reifen. Die Definition von Obst geht dabei nicht vom Zuckergehalt, dem süßen Geschmack aus, sondern von der Mehrjährigkeit. So gehört die Avocado, die an einem Baum reift zum Obst, die Melone, die einjährig ist, wird zum Gemüse gerechnet. Pflanzenteile wie Rhabarberstiele, die zwar wie Obst zu Kompott verarbeitet werden, sind Gemüse, da es sich nicht um Früchte handelt, auch wenn die Staude mehrjährig ist. Wie wirken die süßen Früchte auf den Menschen?

ObsttellerDie Dreigliederung der Pflanze

Eine Pflanze lässt sich in drei Bereiche gliedern: die unterirdische Wurzel, die Wasser und Mineralstoffe aufnimmt, den Stängel und das Blatt, die mit Hilfe des Lichts die Substanzen bilden und die der Fortpflanzung dienenden Bereiche von Blüte, Frucht und Samen. Bei den oberirdischen Teilen kann man vom vegetativem Wachstumsbereich (Stängel, Blatt) und generativem, Fortpflanzungsbereich sprechen. Der vegetative Bereich der Blätter enthält das grüne Chlorophyll, das die Pflanze zur Photosynthese befähigt. Dies geschieht im generativen Teil nicht mehr. Dort ändert sich mit der Blüte Farbe und Form der Pflanze. Die im Blatt gebildeten primären Pflanzenstoffe Eiweiß, Fett und Zucker werden umgewandelt zu Aromen, sekundären Pflanzenstoffen. Die Blüte öffnet sich ganz der Umwelt und gibt ihr Aroma ab. Der Nektar steht den Tieren, Insekten wie Vögeln zur Verfügung, die dafür die Bestäubung vollziehen. In der Blüte gibt die Pflanze somit ihre Kräfte und Stoffe nach außen. Ganz anders verhält es sich mit der Frucht. Aus dem bestäubten Fruchtknoten vollzieht sich jetzt ein Vorgang der Verinnerlichung. Licht und Wärme der Umwelt führen zu Bildung von Aroma, Zucker und vielen sekundären Pflanzenstoffen wie Farben und Geschmacksstoffen, die innen konzentriert werden. Die Frucht sammelt somit die Kräfte des Kosmos in sich, aber auch das Wasser im Fruchtfleisch und die Minerale der Erde. So enthält die Frucht die Energien und Substanzen von Erde, Wasser, Luft und Wärme.

Foto: Obstteller - so angerichtet wird Obst noch lieber gegessen  Bildrechte: AKE

Artikel von Dr. Petra Kühne 

weiter im Anhang oder im Ernährungsrundbrief 2-17

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