Jahrestagung 2009
zur Wasserqualität
Lebendiges Wasser für Mensch und Natur
Marianne Nitsche beschäftigte sich in ihrem Beitrag mit dem Umgang der Menschen mit Wasser und den Folgen für dessen Qualität. Die Menschheit ist mit ihrer Lebensgrundlage Wasser seit der Industrialisierung nicht gerade zimperlich umgegangen. Es ist eine Tatsache, dass dieser Umgang tiefe Spuren hinterließ. Die Folgen beschäftigen Politik, Wissenschaft und auch Industrie.
Wie erhalten wir die Lebendigkeit des Wassers?
Es gilt nicht nur ökologische Probleme zu bewältigen, auch die Trinkwasserversorgung großer Teile der Menschheit ist langfristig in Gefahr. Für manche Konflikte oder ökologische Schäden wurden Lösungen gefunden. Wenig beachtet wurde, was das Wasser selbst eigentlich benötigt, um seine Leben spendende Energie zu erhalten. Unsere Trinkwasserverord-nungen legen lediglich fest, was Wasser als Lebensmittel nicht enthalten darf. Das Fehlen unerwünschter Bestandteile macht das kostbare Nass aber noch nicht zu einem Lebensmittel.
Aus anthroposophischer Sicht ist die Erde ein Organismus, der wie jedes lebendige Wesen einen Kreislauf benötigt, der ihn mit Nahrung und Botenstoffen versorgt. sowie Abfallprodukte entsorgt. Rudolf Steiner beschreibt die Wasserkreisläufe als die Blutzirkulation der Erde. Voraussetzung für die Gesundheit dieses Kreislaufes sind wie bei einem Menschen die richtige Temperatur, der rhythmische Blutdruck, damit natürliche Bewegungsmöglichkeiten und vollständige Kreisläufe, die alle Teile des Organismus versorgen und damit auch eine Reinigung des „Blutes“ gewährleisten.
Wasser als Getränk
Dr. Petra Kühne begann ihre Ausführungen mit der Bedeutung der Erde und der geologischen Bedingungen für die Qualität und Zusammensetzung des Wassers. Neben Grund- und Quellwasser wird Oberflächenwasser aus Seen und Flüssen für Trinkwasser verwendet. Im Wasser gelten andere physikalische Gesetze als in festen Körpern. So macht sich durch den Auftrieb das Gewicht eines Körpers nicht so bemerkbar wie auf dem festen Boden. Dies ermöglicht das Eingreifen ätherischer Kräfte im Flüssigen. Der Mensch besteht zu 60-70 % aus Wasser je nach Alter und Konstitution. Dies sind Flüssigkeiten wie Blut, Lymphe, Zell- oder Gehirnwasser. Sie haben im Wesentlichen drei Aufgaben im Stoffwechsel: Aufrechterhaltung der Form (Statik), Transport von Stoffen (Rhythmik) und Umwandlung von Stoffen (Dynamik). Wasser nimmt der Mensch durch Trinken und Essen auf. Ferner gewinnt er beim Verdauen der Nährstoffe das gebundene Wasser (Oxidationswasser) wieder. Ausgeschieden werden Flüssigkeiten über den Urin, Schweiß. Darm und Ausatmung.
Der Wasserbedarf ist individuell verschieden. Er wird durch den Durst geregelt. Wie viel Flüssigkeit man täglich braucht, kann nur grob mit 1-2 Liter angegeben werden, es hängt von individuellen Werten, der Umgebungstemperatur, dem Essen, Schwitzen etc. ab.
Keimverhalten von Weizen unter Zugabe verschiedenen Wassers
Michaela Vogt, Absolventin der AKE Fortbildung im letzten Jahr stellte Versuche vor, die sie als Abschlussarbeit und weiterführend zur Darstellung von Wasserqualität gemacht hatte. Dazu ließ sie Weizen keimen, der mit unterschiedlich behandeltem Wasser gegossen wurde. Dies war stilles Mineralwasser der gleichen Quelle einmal in Plastik-, einmal in Glasflaschen, verwirbeltes Trink- und Edelsteinwasser. Dies wurde verglichen mit normalem Trinkwasser. Im Laufe der Versuche zeigte sich, dass es keineswegs ein deutliches Ergebnis gab.
Wasser verkosten
Die Jahrestagung klang aus mit einer Wasserverkostung – ohne Kenntnis von der Verschiedenheit, was nicht leicht war. Zwar ließen sich Unterschiede wahrnehmen, aber für eine Bewertung oder Zuordnung ist viel Zeit und Erfahrung nötig.