Forschungsprojekte
Schon früh beschäftigte sich der AKE mit Fragen der ganzheitlichen Lebensmittelqualität und besonders der Kinderernährung. Hier finden Sie Projekte zum Zucker, vegetarischer Ernährung sowie Schaf- und Ziegenmilch.
Thema 2011/12
Hülsenfrüchte in der Ernährung
Die Hülsenfrüchte sind eine wichtige Pflanzenfamilie für die Ernährung. Für viele Völker stellen die Samen wie Erbsen, Linsen, Bohnen eine wichtige Eiweißquelle dar. In der vegetarischen Vollwertkost werden sie langsam wieder entdeckt, auch durch Rezepte aus anderen Kulturkreisen. Nachdem der Anbau in Europa weitgehend zurückgegangen war, gibt es im Öko-Anbau wieder neue Ansätze für Linsen und Erbsen. In der anthroposophischen Ernährung werden die Hülsenfrüchte zurückhaltend betrachtet. Dies hängt mit der Bekömmlichkeit und dem hohen Eiweißgehalt zusammen. Wie kann dies durch geeignete Zubereitung verbessert werden? In dem Projekt werden die arttypischen Eigenschaften der Hülsenfrüchte, ihre Qualität, Zubereitung und ernährungsphysiologischer Wert dargestellt werden. Dabei geht es vor allem um Erbsen, Linsen, Bohnen und Kichererbsen.
Thema 2008/09
Zucker in der Ernährung - Aussagen im Werk Rudolf Steiners
Literaturstudie
Von der vollkommenen Ablehnung bis zum hohen Verbrauch reicht die Einstellung zum Zucker. Was aber ist Zucker?
Welche Aufgaben hat er als Glukose im menschlichen Organismus? Wie wirkt er auf das Bewusstsein, die Nerven?
Bereits vor 100 Jahren wies Rudolf Steiner auf den hohen Zuckerverbrauch (der heute doppelt so hoch ist) und seine verschiedenen Auswirkungen. Er differenzierte aber auch, welche Menschen mehr Zucker brauchen können und welche nicht. Diese Aussagen wurden als Originalzitate zusammengetragen und mit den aktuellen Erkenntnissen ergänzt. Dazu wurden Zuckerarten und Süßungsmittel vergleichend verkostet und mit der Steigbildmethode dargestellt.
Die Ergebnisse sind in einer Studie zusammengefasst, die im AKE zu beziehen ist.
Thema 2007/08
Unterstützung eines Forschungsprojektes zur Hygiene
Der AKE unterstützte ein Forschungsprojekt, bei dem es um Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit geht, aber auch um das Bild, dass der EU Gesetzgeber vom Verbraucher hat. Handelt es sich um einen mündigen oder um einen schutzbedürftigen Verbraucher, dessen Lebensmittel durch strikte EU Verordnungen und Kontrollen gesichert werden müssen? Wir möchten dem Verbraucher Wahlfreiheit ermöglichen und damit eine Einstellung zur „Natur“ - nicht als potentiellen Feind und Krankheitserreger, sondern als Mitwelt, die unsere Lebensmittel hervorbringt und Lebensgrundlage ist, ohne die notwendigen Sicherheiten aus den Augen zu verlieren. Unter diesem salutogenetischen Ansatz wurde von der Sektion für Landwirtschaft am Goetheanum ein Konzept erstellt.
Thema 2006/07
Weltweiter Zuckerverbrauch und seine Ursachen
Schon vor 100 Jahren konnte man einen unterschiedlichen
Zuckerverbrauch bei den europäischen Ländern finden. Dies ist bis heute zwischen den Erdteilen und einzelnen Ländern zu beobachten, auch wenn es Annäherungen gibt. So kann man
eine Wachstumskurve beim Zuckerverbrauchs und seiner süßen Konkurrenten erkennen,
die von verschiedenen Faktoren abhängt wie Wirtschaftskraft,
Landwirtschaftspolitik, landwirtschaftliche Produktion, Klima und
Ernährungskultur.
Thema 2005
Vegetarische Ernährung und Anthroposophie
Die vegetarische Ernährung nimmt in heutiger Zeit
besonders seit der BSE-Krise zu. Bereits im 19. und Anfang des 20 Jh.
gab es starke vegetarische Vereinigungen. Bis heute gibt es eine starke
Ausrichtung z.B. beim biologisch-dynamischen Landbau oder der
anthroposophisch orientierten Ernährungsform auf pflanzliche Kost sowie
Milch und Milchprodukte. Auch Rudolf Steiner war ab Mitte seines Lebens
Vegetarier und hat verschiedenste Aussagen zu dieser Thematik in seinem
Werk gemacht. Dies ist in einer Studie zusammengefasst, die als Broschüre erworben werden kann (2005, DIN A 4, 32
S.).
Thema 2004
Neue und bekannte Frühstücksgetreide
Wie kann man Cornflakes herstellen? Welchen
ernährungsphysiologischen Wert haben Flakes gegenüber anderen
Getreideprodukten? Wie sieht es mit Zusätzen bei Bio-Frühstücksgetreide
aus? Wissen Sie, das Flakes früher Knusperflocken und extrudierte
Cerealien in der DDR Getreidestrangpresserzeugnisse hießen?
In der Broschüre hat der Arbeitskreis für Ernährungsforschung
Literatur über Frühstückscerealien zusammengestellt. Sie finden
Informationen über Puffgetreide, extrudierte und gekochte Flakes sowie
andere Cerealien zur Herstellung und Qualitätsveränderung. Dabei wird
auch das Bio-Angebot berücksichtigt.
Der Arbeit liegt eine wissenschaftliche Recherche von Dr. Karin Huber
zugrunde, die erweiterte Zusammenstellung nahm Dr. Petra Kühne vor.
(2004, DIN A 4, 34 Seiten, 5,- Euro + Porto)
Schafmilch
Welche ernährungsphysiologische Qualität hat Schafmilch?
Können Kuhmilchallergiker sie vertragen? Gibt es besondere Stoffe in
Schafmilch im Vergleich zu Kuh- oder Ziegenmilch? Zu diesen Fragen gibt
es in der Literaturstudie des AKE Antworten wie auch zur Produktion und
Nachfrage nach Schafmilch, -joghurt und -käse gerade in Bio- und
Demeter-Qualität. Übrigens ist Schafmilch anders als Kuh- oder
Ziegenmilch in der Zusammensetzung der Hauptnährstoffe. Ihre besondere
Substanz ist die Orotsäure, die als gesundheitsförderlich (u.a. zur
Stärkung des Gedächtnisses) gilt.
Die Studie wurde von der Ökotrophologin Brigitte Kengeter erstellt. Sie kann als Broschüre erworben werden. (2. Aufl. 2011, 60 S.)
Thema 2003
Ziegenmilch
Ziegenmilch weist eine steigende Verbreitung im Bio-Markt
auf. Gleichzeitig haben viele Säuglinge und Kleinkinder Probleme mit
Kuhmilch. Ein Anlass für die Erstellung dieser Arbeit war die Fragen,
ob Ziegenmilch hier eine Alternative darstellt und wie die
ernährungsphysiologische Qualität zu beurteilen ist. Es werden auch die
üblichen Ziegenmilchprodukte besonders im Bio-Bereich aufgezählt.
Die Studie wurde von der Ökotrophologin Brigitte Kengeter erstellt. Sie kann als Broschüre erworben werden (2. Aufl. 2011, 64 S.)