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Kinderernährung - Bericht vom Fachmodul

Schon lange wurde verstärkt der Wunsch nach einem vertiefenden Seminar zum Thema Kinderernährung an uns herangetragen. Daher haben wir im Februar 2014 erstmalig ein zweitägiges Fachmodul „Freude am Essen lernen“ angeboten, das auch 2015 und 2016 stattfindet.

Die Teilnehmerinnen und ihre Erwartungen

Für das Modul reisten die Teilnehmerinnen aus ganz Deutschland und der Schweiz zum Veranstaltungsort in Frankfurt-Niederursel an.  Wir begrüßten Waldorf-Erzieherinnen und Ernährungsberaterinnen, die in der Kleinkindbetreuung tätig sind, eine Hauswirtschaftlerin aus einer sozialpädagogischen Waldorfgemeinschaft, eine Ärztin sowie Mitarbeiterinnen eines Biokost-Herstellers und aus dem Naturkostfachhandel.

Neben dem Wunsch, sich vertiefend mit den anthroposophischen Grundlagen der Ernährung des Kindes zu beschäftigen, waren viele mit konkreten Fragen gekommen die sich ihnen im Rahmen ihrer Tätigkeit stellen oder von Außen an sie heran getragen werden. Dazu gehören Fragen wie: „Wie kann man Kindern das Müsli schmackhaft machen?“ „Was sagen wir Eltern, die möchten, dass ihre Kleinkinder vegan ernährt werden?“ „Sind Hülsenfrüchte für die Kinderernährung geeignet?“ „Welche Milch kann man, in Zeiten von Pasteurisierung und Homogenisierung, noch guten Gewissens kaufen?“

 

Der Blick auf die Entwicklung des Kindes

Zur Einstimmung auf das Thema gab es zunächst einen kindgerechten Imbiss aus frischem biodynamischen Brot, verschiedenen vegetarischen Bio-Aufstrichen und Rohkost der Saison. Die erste Einheit am Freitagabend war dazu gedacht, ein grundlegendes Verständnis für die Entwicklung des Kindes im ersten Jahrsiebt zu erlangen. Dafür stellte die Referentin Marianne Nitsche die Dreigliederung des Menschen und die verschiedenen Konstitutionstypen vor. Anhand von anschaulichen Beispielen, erläuterte sie, wie sich diese bei den Kindern bemerkbar machen können und welche individuellen (Ess-) Bedürfnisse sich daraus ergeben.

 

Das „Was“ der Kinderernährung

Das „Was“ des Essens und somit die Frage: „Welche Nahrung braucht unser Kind?“ war Thema der Einheit am Vormittag. Hierzu wurde anschließend eine Wahrnehmungsübung durchgeführt, bei der die Teilnehmerinnen unter Anleitung von Frau Dr. Kühne ihre Sinne schulen konnten. Dazu dienten drei Möhrensorten aus unterschiedlichen Anbauverfahren. Die Teilnehmer stellten dabei erstaunliche Unterschiede fest, die viele so vorher noch nie wahrgenommen hatten.

 

Möhrenstücke

Das „Wie“ der Kinderernährung

Gestärkt von einem schmackhaften Bio-Mittagessen, begann die Nachmittagseinheit mit ein paar anregenden Bewegungsübungen. Die Gruppenarbeit im Anschluss wurde genutzt, um sich rege über die bisher behandelten Einheiten auszutauschen, zu resümieren und offene Fragen zu stellen. Die Teilnehmerinnen profitierten dabei gegenseitig von ihren Erfahrungen im Berufs- und Familienalltag. Die letzte Einheit stand dann unter dem Motto: Das „Wie“ des Essens. Hier wurden die verschiedenen Aspekte der Ernährungserziehung vorgestellt. Zum Abschluss verkosteten die Teilnehmerinnen noch einige ausgewählte Fertigprodukte für Kinder und diskutierten über die Für und Wider solcher Angebote in Bio-Qualität.

Der AKE hatte diese Veranstaltung zweitägig angeboten, damit Teilnehmer am frühen Abend begonnen werden konnte und der Samstag zur Verfügung stand. Dies wurde gerade von Menschen mit längerem Reiseweg begrüßt.

Judith Schake

aus dem Ernährungsrundbrief 2-2014

weitere Informationen: Kinderernährung - Fachmodul 1

 

 


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