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AHA-Ernährung oder LOGI-Methode?

Diese Begriffe drücken ein Nährstoffverhältnis aus und stehen synonym für verschiedene Ernährungsformen. Sie sind unterschiedlich in der Lebensmittelauswahl und -bewertung. Welche dieser Ernährungsform ist zu empfehlen? Oder gibt es gar keine genaue Empfehlung?

Was bedeutet 20:30:50 oder 25:50:25? Diese Zahlen symbolisieren Energieverhältnisse zwischen den Nährstoffen Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten. Um ihr Verhältnis ist ein wissenschaftlicher Streit entbrannt, wie Übergewichtige, Diabetiker Typ 2 und Menschen mit metabolischem Syndrom richtig ernährt werden sollen.

Um ihr Verhältnis ist ein wissenschaftlicher Streit entbrannt, wie Übergewichtige, Diabetiker Typ 2 und Menschen mit metabolischem Syndrom richtig ernährt werden sollen. Jahrzehntelang galten die kohlenhydratreiche (50-55%), fettarme (30 %) und eiweißübliche (15-20%) Kost, die so genannte AHA-Ernährung als unbestritten günstig. Sie geriet in Zweifel, weil trotz des fettarmen Ansatzes die Menschen mit ihr - vor allem in den USA - immer dicker wurden. Die Schuld daran gab man dem hohen Kohlenhydratanteil, ohne zu unterscheiden, ob er aus Süßigkeiten oder Vollkornbrot bestand. Diese fettarme Ernährung wird von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und der American Heart Association empfohlen, daher die Abkürzung AHA.

Kohlenhydratarme Ernährung

Aus der Unzufriedenheit mit dieser Kost bei Übergewichtigen wurden kohlenhydratarme Kostformen - ursprünglich für Diabetiker - neu beachtet. Sie basieren auf dem Energieverhältnis von 20-25 % Eiweiß, 50 % Fett und 25 % Kohlenhydraten. Die Zufuhr an Kohlenhydraten (Zucker, Brot, Getreide) ist deutlich gemindert, an Fett stark und an Eiweiß etwas gesteigert. Diese Ernährungsform nennt man LOGI-Methode, von Low-Glycamic and Insulinamic Index. Die wenigen Kohlenhydrate sollen den Blutzucker kurz- und langfristig nur moderat bis gering erhöhen. Dies ermittelt man über die Glykämische Last (GL) bzw. den Glykämischen Index (GI). Allerdings ist die Kohlenhydratwirkung auf den Blutzucker und den Insulinbedarf individuell und nach Zusammensetzung der Mahlzeit verschieden: als Grundlage für Diabetiker schwierig, als ganzheitliche Maßzahl für langsame oder schnelle Verdauung hilfreich. Diese Empfehlung kann aber genauso bei der AHA-Ernährung berücksichtigt werden.

 

Mittelmeergemüse
Foto: AKE

Info 3-08

Foto: Die Mittelmeerküche ist reich an Gemüse. Bildrechte AKE

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