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Was ist Anthroposophische Ernährung?

Die anthroposophische Ernährung orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen des Menschen, hat keine Ernährungsvorschriften. Sie entstand am Anfang des 20. Jh. als Erweiterung der naturwissenschaftlichen Ernährungslehre und aus der Berücksichtigung nicht stofflicher Seinsebenen.

Sie basiert wie die Waldorfpädagogik oder die biologisch-dynamische Landwirtschaft auf der Anthroposophie Rudolf Steiners. Für die Naturwissenschaft wird der Wert der Ernährung nur durch Nährstoffe bestimmt. Lediglich einige alte Ernährungsformen, die vor der Neuzeit und damit vor der Naturwissenschaft entstanden sind, greifen auf andere wertbestimmende Eigenschaften zurück. Dazu zählen z.B. die aus Religionen hervorgegangene Ayurveda-Ernährung oder die traditionelle chinesische Ernährung (5-Elemente-Ernährung). Dagegen sind moderne „alternative“ Ernährungsformen wie Vollwerternährung oder vegetarische Kost Nährstoff-orientiert, sie basieren auf den Naturwissenschaften.

Mit der anthroposophischen Anschauung soll die Naturwissenschaft erweitert werden. Neben den Nährstoffen ist auch die Wirkung von Kräften wichtig. Hierbei handelt es sich um Lebenskräfte, die in Pflanzen und Tieren wirksam sind (vgl. Fachinfo Lebenskräfte), und um seelische (astrale) Kräfte, die das Tier mitprägen. Diese Erkenntnisse werden in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft umgesetzt.

Ferner ist die Einbeziehung der Sinnesernährung ein Thema. Die Sinneseindrücke beim Essen und in sonstigen Lebensbereichen sind nicht nur psychisch wirksam (z.B. freut oder ekelt man sich), sondern haben – heute in der Psychoimmunobiologie untersucht – auch Einfluss auf Stoffwechsel und Gesundheit. Diese Auswirkung reicht bis ins Stoffliche und hat mit dem Körperaufbau zu tun. So unterscheidet man 3 Arten von Ernährung: a) Essen und Trinken b) Atmung c) Sinneseindrücke. Alle drei Arten stellen eine Auseinandersetzung mit der Umwelt dar. Der Mensch nimmt Fremdes in sich auf, macht es sich zu eigen und scheidet das Unbrauchbare aus.

Info 5-06
 
Einkorn mit Wirsinggemüse

Farbige Gerichte regen die Ernährung durch die Sinne an - ein Qualitätsaspekt der anthroposophischen Ernährung

Bildrechte: AKE

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