Backen von Brot und Gebäck
Backen von Brot und Gebäck auf neue Art
Die Autorin ist bestrebt mit diesem Buch quasi eine neue Backkultur ins Leben zu rufen. Im ersten Teil geht es um die phänomenologische und naturwissenschaftliche Darstellung der Gärungsvorgänge und deren Bedeutung im allgemeinen. Interessantes erfährt der Leser über die Wichtigkeit eines einwandfreien Sauerteiges und über die heute gebräuchliche Bäckerhefe. ...
Eines der ältesten Gärmittel überhaupt ist der Honig. Durch intensive Forschung fand Hugo Erbe heraus, dass die besten Ergebnisse eines Teiglockerungsmittel in der Verbindung von Bienenhonig, Leguminosen und Getreide bestehen. Es entstand das „Spezial-Backferment". Mit diesem benötigt man zum Backen von Broten und Gebäck weder Bäckerhefe noch den üblichen Sauerteig. Es wird als Granulat angeboten und ist leicht zu handhaben.
Alle Rezepte in diesem Buch sind übersichtlich gegliedert und praktisch gut nachvollziehbar. Für die häufigsten Fragen, die trotzdem auftreten können, gibt die Autorin ausführliche Antworten.
Der zweite Teil befasst sich ausschließlich mit den schwer backfähigen Getreidearten (Mais, Hirse, Reis, Gerste und Hafer) und Buchweizen. Der Autorin ist es nun gelungen durch bestimmte Maßnahmen wie Verwendung eines "Brühstücks" aus allen Getreidearten sowie Buchweizen schmackhafte und bekömmliche Brote und Gebäcke herzustellen. Für Menschen mit einer Eiweißallergie gibt es das „glutenfreie Spezial-Backferment" .Eine Vielzahl von gut nachvollziehbaren Rezepten erleichtert das Einarbeiten in diese neue Art des Brotbackens.
Ergänzt wird die 5. Auflage durch Rezepte zum Backen von Broten aus Dinkel. Dieser ist dem Weizen verwandt, führt aber trotzdem sein "Eigenleben"
Dieses Backbuch ist sehr empfehlenswert, auch wenn es anfänglich etwas Zeit braucht, sich mit dieser neuen Art des Brotbackens zu verbinden. Die Mühe lohnt sich ganz bestimmt! „Es ist zu hoffen“, so die Autorin, „dass dieses Triebmittel zum Wohle der Verbraucher weiterhin Verbreitung findet.“
Barbara Eppelsheimer (aus Ernährungsrundbrief 4-03)