Lebensmittel vermitteln Leben
Wie lassen sich komplizierte Qualitätsforschungsmethoden und deren Ergebnisse für Auge und Geist anschaulich und konsequent durchdacht darstellen? Die Früchte dieser Arbeit liegen seit 2004 in diesem Buch vor. Zu Beginn standen Fragen im Mittelpunkt wie: Über welche wesentlichen Erkenntnisse muss man verfügen, um den echten Bedürfnissen der Menschen entsprechende Qualität von Lebensmittel zur Verfügung stellen? Wie müssen Lebensmittel beschaffen sein, dass sie Leben fördern und Zukunft ermöglichen? Die herrschende Auffassung der Ernährungslehre sieht vor allem die stoffliche Seite, Lebensmittel liefern lediglich Stoffe. Die Autoren möchten darüber hinausgehend den Ernährungsbegriff erweitern. „Lebensmittel vermitteln Leben“
Der Leser wird von den anfänglichen Fragestellungen der Forschung, über die Suche nach geeigneten Untersuchungsmethoden zur Qualitätsbeurteilung ganzer Lebensmittel zur „Lichtmessung“ geführt. Zwischen konventionellem und Bio-Anbau, dieser nach biologisch-organischem und biologisch-dynamischen Anbau differenziert, wurden Qualitätsunterschiede festgestellt. Dazu kommt ergänzend die Eiweiß- bzw. Aminosäurendifferenzierung im Gesamtgefüge der Pflanzen. Interessant ist, dass Forscher in unterschiedlichen Laboren mit vier verschiedenen Methoden bei den gleichen Proben zu gleichen Aussagen gekommen sind. Darum wundert es nicht, dass durch die angewendeten Methoden, namentlich die Floureszens-Anregungs-Spektroskopie und die Bestimmung des physiologischen Aminosäure-Status, Unterschiede von konventionellen und ökologischen Lebensmitteln aus Anbauversuchen ermittelt werden konnten.
Ein Lohn der Sorgfalt ist die Validierung der Untersuchungsmethoden durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und die damit verbundene internationale Anerkennung als seriöses wissenschaftliches Instrument. Die Forschungsergebnisse sind in übersichtlichen farbigen Abbildungen dargestellt und im Text auch für unbedarfte Menschen verständlich und mit lebenspraktischen Beispielen versehen.
Astrid Schmitt-Dossou (Ernährungsrundbrief 2-05)