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Die milde Mairübe

Denkt man an ein typisches Gemüse im Mai, fällt einem zuerst der Spargel ein. Es gibt aber auch eine Nahrungspflanze, die sogar den Namen des Wonnemonats trägt: die Mairübe - auch weiße Rübe genannt. Lange Zeit wurde sie wie alle Rüben als Arme-Leute-Essen und Tierfutter missachtet. In den letzten Jahren hat man die Vorteile der Rüben wieder entdeckt und besonders die Mairübe ist zu einem Geheimtipp avanciert.

Die milde Mairübe

Mairübe AKE, Bad Vilbel

Ebenso wie die im letzten Monat beschriebene Kresse gehört die Mairübe zu den Kreuzblütlern. Eine Familie die mit dem gelben Raps im April inzwischen unsere Felder dominiert. Die Mairübe ist nahe verwandt mit dem Rettich, allerdings viel milder im Geschmack. Auch im Vergleich zu den Herbstrüben, wie Steck- oder Kohlrübe, ist sie milder und auch weniger kompakt.

Als Kreuzblütler enthält die Mairübe Schwefelverbindungen, die den Geschmack mit bestimmen. Diesen sogenannten Senfölen werden gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben. Das heißt, sie haben eine bakterizide Wirkung und beugen damit Infekten vor. Außerdem erleichtern sie die Verdauung und können leichte Verdauungsschwächen kurieren. Die Mairübe ist in etwa so groß wie ein Kohlrabi. Außen ist sie weiß, manchmal rotköpfig, innen weiß bis gelblich. Sie wächst sehr schnell, wird im Mai und Juni geerntet. Das schnelle Wachstum bedingt, dass Mairüben nicht die Zeit haben, viele Nährstoffe einzulagern. Sie haben wenige Kalorien und sind wasserhaltig.

Eine Varietät der Mairüben sind die aus Brandenburg stammenden Teltower Rübchen, die aber erst im Herbst geerntet werden und schmaler und länger sind.

Zubereitung in der Küche

  • Besonders schmackhaft sind sie, wenn sie die Größe einer Kinderfaust haben.
  • Man isst sie eigentlich nur gekocht oder gedünstet, nicht roh.
  • Sie passen gut zu Möhren, Porree, Zwiebeln und Kartoffeln.
  • Sie eigenen sich als Beilage, für Suppen und Eintöpfe sowie gekocht und abgekühlt für Salate.
  • Die Blätter können mit verwendet werden.
  • Sie sind ein unverzichtbarer Bestandteil des Irish Stew, einem traditionellen Eintopfgericht der Iren.

Es gibt besondere Sorten, die eng gesät besonders dicke Stiele mit großen Blättern ausbilden. Dieses Rübengemüse bezeichnet man als Rübstiel.

 


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