Hülsenfrüchte in der Ernährung
Erbsen, Bohnen und Linsen sind reich an Eiweißen und können eine Bereicherung für den Speiseplan sein. Bei richtiger Zubereitung sind sie eine pflanzliche Alternative zu Fleisch.
Der Anbau von Hülsenfrüchten für den menschlichen Verzehr geht jedoch in Deutschland seit Jahren zurück. Um ihn wieder zu beleben und die Vermarktung zu verbessern, wurde das Verbundprojekt „LeguAN“ (Leguminosen-Anbau) ins Leben gerufen. Es wird vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) gefördert.
In der ersten Phase des Projekts gab es eine Akzeptanzstudie, um Informationen über die Einstellung der Verbraucher zu Hülsenfrüchten zu erhalten. Sie brachte folgende Ergebnisse: Ein Drittel der Verbraucher stuften Hülsenfrüchte gut ausgestattet mit Vitaminen, Ballaststoffen und Eiweiß und „gut für den Körper“ ein. In 20 % der Fälle bezogen sich die Verbraucher auf Gerichte wie Linsen- oder Bohnensuppen sowie Eintöpfe. Diese Produkte wurden als „lecker“ beschrieben. Allerdings fanden nur 5 % der Befragten die Zubereitung von Hülsenfrüchten einfach, 9 % bemängelten sie sogar als zu aufwendig. Grund dafür sei ein Mangel an Rezepten, aber auch das Einweichen vor der Zubereitung. Verdauungsbeschwerden durch den Verzehr von Hülsenfrüchten waren dagegen weniger ein Hindernis, sie wurden lediglich 12 % genannt. Weitere Informationen über das „LeguAN“ Projekt erhalten Sie unter: www.ige.tu-berlin.de
nach Dr. Jörg Häseler, www.aid.de
Auch der AKE arbeitet an einem Projekt über Hülsenfrüchte. Bestätigt werden kann, dass für die Verträglichkeit die Zubereitung und entsprechende Rezepte wichtig sind. Dazu gehört auch ein Einweichen und längeres Kochen wie z.B. für rohe Kichererbsen.
AKE Rezeptempfehlung: Kichererbsensuppe und Linsen-Bulgur-Eintopf