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Hagebutten-Zeit

Nun wo die Blätter weitgehend von den Bäumen gefallen sind, bieten die orangeroten Hagebutten einen angenehmen Farbtupfer in der Landschaft, diese Früchte der Rosenarten bleiben bis in den Frühling hinein hängen.

Hagebutten-Zeit

Hundsrose 16

Schon mal eine Nyponsoppa gegessen?

In Schweden ist man zu dieser Jahreszeit eine süße Suppe aus Hagebutten und die Franken füllen ihre Krapfen traditionell mit Hagebuttenmarmelade. Bekannt ist der Hagebuttentee, meist in Kombination mit anderen Früchten, denn die Hagebutte färbt den Tee nur blassrosa. Das bekannte dunkle Rot kommt von Malve und Hibiskus. In den Regalen der Lebensmittelmärkte findet man auch Konfitüre und Mus aus Hagebutte. Diese unterscheiden sich hauptsächlich im Zuckergehalt und ein wenig in der Konsistenz. Probieren Sie doch einfach mal Bio-Hagebuttenmus auf´s Brot. Sehr lecker! Weiterhin werden Hagebutten zum Würzen von Wildgerichten verwendet sowie zu Sirup, Essig, Fruchtwein und Likör verarbeitet.

Hunds- und Kartoffelrose

Denkt man an Hagebutten, so fallen einem zuerst die Wildfrüchte  der Sträucher am Wegesrand ein. Aber wussten Sie, dass alle Rosenarten Hagebutten bilden? Auch die Zierrosen. Die Hundsrose ist die mit Abstand am häufigsten anzutreffende Rosenart in Mitteleuropa. Das verrät uns schon ihr Name. Der Begriff „Hund“ bezieht sich nicht etwa auf das Tier; er steht vielmehr für „hundsgemein“ -  also alltäglich. Eine Ausnahme bildet der Norden Deutschlands. Dort überwiegt die sogenannte Kartoffelrose, mit ihren meist etwas ovaleren Hagebutten.

Verwendung als Heilpflanze

Wegen ihrer leicht austreibenden Wirkung kann man sie, in Form von Aufgüssen, bei Blasen- und Nierenleiden sowie Erkältungskrankheiten einsetzen. Außerdem wird sie in Pulverform als Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Hier wird ihr eine positive Wirkung auf Erkrankungen wie Arthrose, Gicht und Rheuma zugesprochen. Zu Öl verarbeitet, findet man sie auch in Hautpflegeprodukten.

Was ist drin?

Bemerkenswert ist ihr hoher Gehalt an Vitamin C. Durch bestimmte Enzyme bleibt es auch nach dem Erhitzen beständig. Daneben enthält sie auch Apfel- und Zitronensäure. Die schöne Farbe erklärt sich durch durch Carotinoid Lycopin. Aus der Reihe der B Vitamine, finden sich B1 und B 2. Gerbstoffe sitzen nicht nur in Blatt und Blüte sondern auch in der Frucht. Das gilt auch für die Ballastoffe (Pektin) und verschiedene ätherischen Öle.

Für die Weiterverarbeitung erntet man die Hagebutten am besten bis Ende November. Möchten man einfach ein paar vom Busch weg naschen, empfiehlt es sich den ersten Frost abzuwarten. Dann schmecken die Früchte besonders süß!

 

Bildrechte: AKE, Bad Vilbel


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