Die Pastinake - Gemüse des Jahres
Die Pastinake ist ein Doldenblütler wie Möhre, Fenchel, Sellerie oder Petersilie. Sie ähnelt einer großen Petersilienwurzel. Wie die Möhren weist sie ein süßes, feines Aroma auf, hat aber eine gelblich-weiße Farbe. Sie war früher besonders als Wintergemüse und Fastenspeise verbreitet, bevor sie im 18. Jh. von der feineren Möhre verdrängt wurde. Im Öko-Landbau wurde sie schon lange wieder kultiviert. 2011 ist sie vom Verein für Nutzpflanzenerhaltung e.V. (VEN) als Gemüse des Jahres ausgelobt worden.
Die Pastinake enthält weniger Wasser (80 %) als die verwandte Möhre (86 %), daher schmeckt sie etwas „trockener“. Dafür hat sie mehr Stärke (12 %) als Möhre oder Sellerie, was zur besseren Sättigung beiträgt. Sie enthält wie alle Doldenblütler ätherische Öle, die eine beruhigende Wirkung auf die Verdauung haben und wesentlich zum feinen Aroma beitragen.
Die Zubereitung der Pastinake ist ähnlich wie bei der Möhre. Sie muss gebürstet und evtl. geschält werden, dann schneidet man sie klein und kocht sie. Für den Rohverzehr sind vor allem süße, aromatische Sorten geeignet wie die Aromata von der Bingenheimer Saatgut AG, die mit Apfel oder geriebenen Möhren gut harmonieren. Gegart schmecken Pastinaken nussartig und erinnern an eine Mischung von Möhre und Sellerie. Gern kombiniert man sie mit Möhren oder Süßkartoffeln. Pastinakengemüse
Pastinaken sind leicht im Garten anzubauen, ausgesät wird vom März bis Juni. Die Ernte geht von Oktober bis zum März, das Wurzelgemüse ist gut lagerfähig.
Das Gemüse des Jahres lobt der Verein für Nutzpflanzenerhaltung e.V. (VEN) seit 1998 aus (www.nutzpflanzenvielfalt.de). Damit sollen die Pflanzen wieder bekannter werden. Für spezielle Sorten kann man Patenschaften übernehmen, damit sie wieder in angebaut und genutzt werden.